Beschreibung des Shiba

Der Shiba Inu ist im Laufe seiner züchterischen Entwicklung kaum verändert worden, er blieb im Gegensatz zu vielen anderen Rassehunden von modischen Zeitgeisterscheinungen verschont. Shiba Inu - das ist japanisch und heisst soviel wie “kleiner Hund”. Und mit einer Widerristhöhe von  ca. 37 (Hündin) bis 40 (Rüde) cm  liegt er auch irgendwo zwischen Kleinhund und mittelgrossem Hund. Seine Erscheinung kann als stämmig und muskulös - dabei aber sehr elegant - bezeichnet werden. Sein Kopf wird geprägt von kleinen dreieckigen Augen und ebenfalls dreieckigen Ohren, die nach vorne gerichtet sind und damit stets den Eindruck von Neugierde und Aufmerksamkeit erwecken. Die Rute ist dicht behaart und wird über dem Rücken gebogen getragen.

Auffällig am Shiba Inu ist aber vor allem auch sein Haarkleid: Eine dichte weiche Unterwolle in Verbindung mit dem harten, ebenfalls kurzen und geraden Deckhaar vermittelt den Eindruck, man habe ein lebendes Plüschtier vor Augen. Die weitaus häufigste Farbe ist rot (linkes Foto), gefolgt von
“black & tan”, also schwarz mit weissen und lohfarbenen Abzeichen (rechtes Foto). Ebenfalls erlaubt ist rot-sesam, bei dem schwarze Haarspitzen einen dunklen Schatten über das Fellkleid werfen. Erwünscht ist bei allen Farben “Urajiro”, was auf japanisch soviel heisst wie “weiss nach unten” und genauso ausschaut: Alle nach unten gerichteten Fellpartien sind hierbei von weisser Farbe. 

Das Wesen des Shiba Inu:
Edel, mutig, stark, selbstbewusst - und sehr eigenwillig! Der Shiba Inu ist der “Samurai” unter den Hunden dieser Grösse

Erziehung und Haltung des Shiba Inu

Es gibt Menschen, die bezeichnen den Shiba Inu als Kreuzung zwischen Hund, Affe und Katze, vereint er doch hundetypische Stärken mit der Behendigkeit und Intelligenz eines Affen sowie der Sauberkeit, Selbständigkeit und Ruhe einer Katze. Fremden gegenüber neigt der Shiba Inu zu einer anfänglichen Distanziertheit, seine Sympathie muss man sich sozusagen erst erarbeiten. Auch gibt es schöneres für Ihn, als ständig auf dem Arm durch die Gegend getragen zu werden. Er zeigt es schon selbst, wenn er gern gestreichelt werden möchte. In der Wohnung ist er aufgrund seiner ruhigen, fast katzenhaften Art ein angenehmer Gefährte, dies setzt aber voraus, dass er ansonsten sein Pensum an Bewegung erhält.

Sein rassetypischer Jagdtrieb führt dazu, dass das Laufen ohne Leine intensiv geübt werden muss um zum Erfolg zu führen. Eine gewisse Sturheit liegt ihm im Blut, er ist kein Hund, der seine Existenzberechtigung im ständigen Ausführen und Erlernen von Befehlen sieht. In Punkto Erziehung ist somit Konsequenz sowie Intelligenz und eine gewisse Kreativität seitens des Erziehenden absolut notwendig - auf übertriebene Härte reagiert der durchaus sensible Shiba mit Verweigerung.  Der beste Lernanreiz ist die Freude am Tun, eine qualifizierte Hundeschule ist somit eine gute Empfehlung für den heranwachsenden Shiba.

Gebellt wird nur kurz aus Freude, wenn eines seiner Familienmitglieder nach Hause kommt oder aber um zu melden, aber immer nur kurz.  Er neigt absolut nicht zum kläffen, kennt aber ein hundeuntypisches Repertoire an Lautäusserungen, das von “Grunzen” über “Jodeln” ein weites Spektrum umfassen kann.

Leben sollte der Shiba Inu auf jeden Fall im Haus, er braucht den Kontakt zu seinen Menschen. Zwingerhaltung oder Schlafplatz im Freien - dafür ist der Shiba nicht der Hund! Auch wenn er aufgrund seines Fells absolut nicht witterungsempfindlich ist, mag er es doch warm. Der Platz neben Ofen oder Kamin im Winter oder der von der Sonne aufgeheizte Terassenboden im Sommer üben ein grosse Anziehungskraft auf den kleinen Japaner aus! Er ist generell nicht anfällig in punkto Gesundheit,die man als sehr robust bezeichnen kann.

Das Fell des Shiba als pflegeleicht zu bezeichnen ist zutreffend - während etwa 10-11 Monaten im Jahr. Ab und zu bürsten genügt dann völlig. Hinweisen möchte ich aber auf die Perioden des Fellwechsels von Winter- auf  Sommerfell und umgekehrt, da der Shiba in diesem Zeitraum (ca. je 2-4 Wochen) einiges an Haaren verliert und täglich gebürstet werden sollte. Auch von Jahr zu Jahr variiert die Intensität dieses Fellwechsels: 2007 war “haariger” als 2006 - möglicherweise eine Folge des unbeständigen Klimas...
Baden muss und soll man den Shiba absolut nicht, es sei denn, er hat ein Jauche-Bad genommen... Normaler Dreck kann nach dem trocknen problemlos ausgebürstet werden.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Shiba Inu ein zwar pflegeleichter aber nicht immer einfacher Hund ist. Trotzdem oder vielleicht auch deswegen ist er ein faszinierender Gefährte!

 

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